Alt und Neu in ländlicher Umgebung
Den Beginn der Bebauung auf dem Grundstück im Alpenvorland markiert ein eingeschossiges Jagdhaus aus den zwanziger Jahren. Dieses wurde nach dem Krieg zuerst aufgestockt und dann um ein Nebengebäude erweitert. Der Ausgangspunkt des Projekts war, den Bestand in weiten Teilen zu bewahren. Einerseits, um das Baurecht im Außenraum zu erhalten, andererseits um die Geschichtlichkeit des Bestandes zu respektieren und das in der Nachkriegszeit entstandene, gut eingewachsene Ensemble zu erhalten.
Dazu wurde das zweigeschossige Bestandsgebäude in seiner Gestalt, seiner klaren, bäuerlichen Grundrissstruktur und seiner Mauerwerkssubstanz erhalten. Die unterdimensionierten Holzbalkendecken wurden durch Brettsperrholzdecken ersetzt. Das Nebengebäude, welches Garage, Brennstofflager und einen Abstellraum enthielt, wurde durch einen aus Brettsperrholz errichteten eingeschossigen Neubau ersetzt.
Insgesamt wurden bei der ganzen Baumaßnahme nachwachsende Rohstoffe in einer Vielzahl von Bauteilen eingesetzt. Aus Fichte bestehen alle Tragwerke, aus Tanne die Bretterböden, verlegt auf Lagerhölzern ohne Zementestriche. Die Fassaden bestehen aus wieder verwendeten Altholz. Dank sorgfältiger Detaillierung des baulichen Holzschutzes konnte auf die Verwendung von Holzschutzmitteln innen und außen verzichtet werden. Die Verwendung von Holz dient bei dieser Maßnahme sowohl der Nachhaltigkeit, als auch der Einfügung in den ländlichen Kontext, wo die Verwendung nachwachsender Rohstoffe beim Bauen eine jahrhundertealte Tradition bildet.
Bauherr:in: Privat
Fotos: Jonas Bloch
















